Trockenheitssituation im Baselbieter Wald
Die anhaltende Hitze und der seit Monaten fehlende Niederschlag belasten die Wälder im Baselbiet stark. Die Waldböden führen vielerorts deutlich zu wenig Wasser; trockenes Laub, Nadeln und Gras sowie ausgedörrte Böden sind sichtbare Zeichen der angespannten Lage. In Teilen der Region gehören die bisherigen Bedingungen zu den trockensten seit Messbeginn. Besonders im Jura trocknen die flachgründigen, kalkhaltigen Böden rasch aus.
Viele Bäume leiden unter erheblichem Wasserstress. Verfärbte oder eingerollte Blätter, frühzeitiger Laubfall, trockene Kronen und abgestorbene Äste sind bereits mitten im Sommer sichtbar – ein Bild, das sonst eher für den Herbst typisch ist. Durch den Wassermangel verlieren Äste an Stabilität und können unvermittelt abbrechen. Auch geschwächte oder abgestorbene Bäume können umstürzen.
Für Besucherinnen und Besucher bedeutet dies: Im Wald ist besondere Vorsicht geboten. Halten Sie sich nicht länger als nötig unter grossen oder sichtbar geschädigten Bäumen auf und meiden Sie Waldgebiete bei starkem Wind oder Gewittern. Bitte respektieren Sie Wegsperrungen und Hinweise der Behörden sowie des Forstdienstes konsequent.
Die Trockenheit erhöht zudem die Waldbrandgefahr erheblich. Bereits kleinste Funken können trockenes Pflanzenmaterial entzünden. Deshalb müssen offene Feuer, Grillfeuer, Zigaretten, Feuerwerk und andere mögliche Zündquellen im und in der Nähe des Waldes unbedingt vermieden werden. Bitte beachten Sie die jeweils geltenden behördlichen Feuerverbote.
Die Folgen der Trockenheit können den Wald noch über längere Zeit beschäftigen. Geschwächte Bäume sind anfälliger für Krankheiten, Schädlinge und weitere Hitzewellen. Der Schutz und die Pflege eines widerstandsfähigen, klimaangepassten Waldes sind daher zentrale Aufgaben für die Zukunft.
Das Forstrevier Angenstein dankt allen Besucherinnen und Besuchern für ihre Aufmerksamkeit, ihr verantwortungsbewusstes Verhalten und ihren Beitrag zum Schutz unserer Wälder.
Quellen: Kanton Basel-Landschaft / Nau.ch, SRF, 20 Minuten
